Gebirgslori

Gebirgslori (Trichoglossus haematodus)

Beschreibung

Allfarbloris sind leuchtend bunt gefiederte Vögel mit orangerotem Schnabel. Je nach Unterart dominieren Rot-, Gelb- oder Orangetöne auf der Kehle und der obere Brust, die einen Kontrast zu den darunter liegenden dunklen, meist blauen, grünen oder auch schwarzen Bereichen von Bauch und Schenkeln bilden. Der Kopf ist meist blau bis schwarzbraun gefiedert. Typisch ist außerdem ein hellgrünes, gelbes oder oranges Nackenband. Während die Schwanz- und die Flügeloberseite grün gefärbt ist, ist die Unterseite der Flügel orange bis rot mit einem dahinter liegenden gelbem Band. Die Vögel erreichen eine Körpergröße zwischen 25 und 30 cm und ein Gewicht von 100 bis 155 g.

Wie alle Loris besitzt auch der Allfarblori eine lange, schmale Zunge, deren Spitze dicht mit Papillen besetzt ist. Wenn ein Lori seine Zunge in eine Blüte steckt, richten sich diese Papillen auf. Wie ein Schwamm wird dadurch der Nektar aufgesogen. Zieht der Vogel die Zunge zurück in den Schnabel, wird der Nektar an Hautfalten im Gaumen ausgedrückt.

Der Flug der Allfarblori ist schnell und gradlinig. Wenn sie größere Distanzen überwinden, fliegen sie häufig in beträchtlichen Höhen. Charakteristisch für ihre Flugsilhouette sind die langen, spitz auslaufenden Flügel, der lange Schweif sowie die orangeroten Unterflügel und der dunkelblaue Unterbauch.

Verbreitung und Lebensraum

Allfarbloris kommen in Ost-Indonesien, auf Neuguinea und den angrenzenden Inseln vor. In Australien erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von der Kimberley Division in Western Australia nach Osten über die Kap York-Halbinsel und die Inseln der Torres Strait nach Süden bis zur Kangaroo Island sowie nach Tasmanien.[3] Für die australische Population wird eine kontinuierliche Ausbreitung beschrieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich diese Lori-Art auch in urbanen Lebensräumen wohl fühlt und sich an eingeführte Nahrungspflanzen schnell gewöhnt.

In Australien gibt es mittlerweile auch Populationen in Regionen, die nicht im natürlichen Verbreitungsgebiet liegen. Diese dürften aus Gefangenschaftsflüchtlingen hervorgegangen sein. So gibt es beispielsweise eine Population im Einzugsbereich von Perth im Südwesten Australiens.[3] Ein Bestand an freilebenden Allfarbloris in Perth wurde erstmals 1968 beschrieben.[5]

Allfarbloris sind sehr anpassungfähige Vögel. Sie kommen in Australien in einer Reihe sehr unterschiedlicher Lebensräume vor. Dies reicht von Regenwäldern über trockene Eukalyptuswälder, Mallee bis hin zu Mangroven.

Lebensweise

Allfarbloris leben wie andere Lori-Arten hauptsächlich von Pollen und Nektar. Sie fressen außerdem aber auch Blüten und Knospen, Blattspitzen, Früchte, Samen und Beeren sowohl von heimischen als auch in ihrem Verbreitungsgebiet eingeführten Pflanzenarten.[6]

Neben der speziellen Form der Nahrungsaufnahme zeichnen sich die Allfarbloris noch durch ihr agiles Verhalten aus. Obwohl sie bei der Nahrungssuche am Tag bis zu 50 km fliegend zurücklegen können, gelten sie nicht als ausgesprochen gewandte Flieger, wohl aber als die beweglichsten Kletterer unter den Papageien. Die paarweise oder in Schwärmen von bis zu einigen hundert Exemplaren lebenden Vögeln verraten sich stets durch ihr schrilles, für das menschliche Ohr eher unangenehme Krächzen.

Quellen:

http://www.vogellexikon.de
http://de.wikipedia.org